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Brexit Abstimmungen im Unterhaus - Kooperationsbereitschaft wäre nötig

Mrz 15, 2019

Kompromisse in schwierigen Verhandlungen sind in unserer Verhandlungsphilosophie oft gleichbedeutend mit Unzufriedenheit. Beide Seiten haben einen Deal, aber wirklich froh damit ist keiner. Anstatt dessen sprechen wir von "Kooperationsbereitschaft zeigen" - das heisst, den Willen, sich in der eigenen Position auch wirklich zu bewegen, um eine Lösung zu finden.

Kooperationsbereitschaft zeigen ist im derzeitigen Stadium der Brexit-Debatte genau der richtige Weg. Die Abstimmungen im Unterhaus diese Woche haben die Optionen für Theresa May erheblich eingeengt. Ihr revidierter Brexit Deal wurde am Dienstag abgeschmettert, am Mittwoch hat das Parlament gegen ein "No-Deal" Szenario gestimmt, ein neues Referendum wurde am Donnerstag ausgeschlossen. Das Parlament will den Brexit-Tag vom 29 März 2019 hinauszögern - die EU ist skeptisch: was genau soll in der Zeit des Aufschubs passieren, wenn das Unterhaus sich innerhalb von zwei Jahren schon auf keine Lösung einigen konnte?

Die Stimmen nach einer parteiübergreifenden Lösung werden lauter, und das ist eine Chance, um dem drohenden No-Deal Szenario zu entkommen. Parteipolitik und Egos haben bisher eine Kooperation erschwert, Labour und die Konservativen reden kaum miteinander. Die Bevölkerung sieht kopfschüttelnd zu, wie ihre Repräsentanten sich streiten, anstatt ihren Job zu machen: eine politische Lösung zu finden.

Die Lager sind so gespalten, dass es in der Tat keine Lösung gibt, die beide Seiten ganz glücklich machen wird. Wenn No Deal nicht gewünscht ist, müssen beide Seiten kooperieren.