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Brexit - und warum Sie den gleichen Fehler machen

Apr 04, 2019

Brexit - und warum Sie den gleichen Fehler machen

Das kann doch nicht wahr sein, denkt man sich als Beobachter der Verhandlungen in London. Die Politiker müssten sich doch nun endlich mal einigen, so kann das doch nicht weitergehen.

„NO DEAL“ ist bisher keine Lösung, die 8 Alternativen haben letzte Woche auch keine Lösung gebracht.

Es gibt nur eine Frage zu klären: Wer profitiert eigentlich von der Nicht-Einigung?

Ich bin mir sicher, dass Sie diese Situation auch von Ihren Verhandlungen kennen. Ihr Verhandlungspartner will sich einfach nicht einigen! Sie haben alle Argumente vorgebracht, Lösungen vorgeschlagen und „ein letztes Friedensangebot“ gemacht. Und es gibt keine Einigung. Sie denken: Die spinnen! Sie haben ja wohl echt ein faires und gutes Angebot gemacht.

Doch Ihr Verhandlungspartner wägt zwei Alternativen ab: Einigung oder Nicht-Einigung. Solange Ihr Gegenüber in dem Glauben lebt, dass eine Nicht-Einigung besser für ihn ist, wird sie/er nicht auf Sie zukommen.

Was tun? Sie müssen den Preis der Nicht-Einigung erhöhen.

Verhandlungstipp:

  • Ihr Verhandlungspartner hat eine eigene Sicht der Dinge, das ist so und das können Sie nicht ändern
  • Ihr Verhandlungspartner rechnet ständig: Was kostet mich die Einigung? Was kostet mich die Nicht-Einigung?
  • Solange die Nicht-Einigung „preiswerter“ ist, gibt es keine Einigung.
  • Sie müssen die Nicht-Einigung „teurer“ machen, d.h. neue negative Konsequenzen vorbereiten
  • Nur wenn die negativen Konsequenzen überwiegen, gibt es eine Einigung
Im Brexit Drama glauben viele britische Politiker, dass ein „NO DEAL“ gar nicht so teuer ist.
Überzeugen kann man nicht mehr, dafür ist es zu spät. Konsequenzen deutlich zeigen, das geht jedoch schon.